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Nährstoffmangel

Naehrstoffmangel gesunder BodenDie drei Hauptnährstoffe von Rosen sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Bei einem Nährstoffmangel sind die Blüten klein und unvollständig geformt. Schwache und dünne Triebe bilden die gesamte Pflanze. Die Blätter haben meist nur verfärbte oder abgestorbene Ränder. Zudem färben sie sich blass. Krankheiten und Schädlinge stellen sich sehr schnell ein, da die Pflanze zu stark geschwächt ist.

Meistens reicht das jährliche Düngen im Frühjahr aus um die Mangelerscheinungen zu kurieren. Folgedüngungen machen bei sehr armen Böden Sinn. Häufig wird Kompost eingearbeitet, sodass der Boden die Nährstoffe besser halten kann. Zeigen sich über einen längeren Zeitraum nicht zu identifizierende Symptome ist eine Bodenprobe für eine Bodenanalyse zu empfehlen. Wichtig ist jedoch, welche Nährstoffe nur mangelnd vorkommen. Im Folgenden sind die relevanten Nährstoffe für gesunde Rosen aufgezählt.

 

Stickstoffmangel (Nitratmangel)

Stickstoffmangel drückt sich in blassen, gelben Blättern und dem Wuchs von Blindtrieben aus. Stickstoff ist für das Sprosswachstum und die Entstehung von Blättern zuständig.

 
Phosphormangel

Ein Mangel an Phosphor ist eine Ursache für Wachstumsstörungen. Aber nicht nur kümmerlicher Wuchs, sondern auch verfärbte Blätter oder Abwurf der Blätter sind hierin oft begründet. Auch für die Zucht ist wichtig, dass Phosphormangel die Fruchtbarkeit der Rosen schädigt.

 
Kaliummangel

Kaliummangel erkennt man, wenn auf den Blattspreiten des älteren Laubes wenn es eine rotbraune Zone hat. Zusätzlich sind junge Blätter rötlich gefärbt und die Blüten bleiben klein und kränklich. Man muss drauf achten, dass man Kaliummangel nicht mit Pilzkrankheiten verwechselt. Kaliummangel ist um einiges leichter zu beheben als Pilzbefall. Kaliummangelerscheinungen treten oft bei sandigen Böden auf.

Gegenmaßnahmen:

Treten die oben genannten Symptome trotzdem bei einem Volldünger auf, sollte man einen kaliumbetonten Dünger verwenden. Zu beachten ist, dass man auf die genaue Dosierung achtet. Überdüngungen wirken ebenso schädigend wie Nährstoffmangel. Zum Beispiel bestehen Bananenschalen aus einem hohen Kaliumgehalt. Durch diese Pflanzenteile kann man den Gehalt der Elemente im Boden erhöhen. Allerdings ist die die exakte Konzentration sehr schwer steuerbar.


Bormangel

Ein Mangel an Bor vermindert das Dickenwachstum der Pflanzen und führt zu Kümmerwuchs. Außerdem ist Bor für die Bildung von Calcium und Natrium zuständig. Calciummangel zeigt sich in Form von Chlorosen und kann die Struktur der Pflanze schädigen. Eine Chlorose kann sich durch brandartige Schäden am Blatt zeigen.

 

Kupfermangel

Kupfermangel kann einen Überschuss an Stickstoff auslösen. Hierdurch werden Krankheiten ausgelöst wie zu weiche Pflanzen und die Entwicklung von Knospen, Erfrierungen sind möglicher. Weiter ist Kupfer an Aufbau von Eiweiß mitbeteiligt, enzymatische Vorgänge werden gesteuert und wirken zudem Pilzabtötend.

 

Mangan

Bei Manganmangel verfärben sich Blätter gelblich und sterben gar ganz ab. Auch ist die Wurzelentwicklung gehemmt, was sich auch auf das gesamte Wachstum behindert. Weiter ist Mangan entscheidend bei der Photosynthese und der Chloroplastenbildung sowie dem Eistoffwechsel.

 

Molybdän

Ein Mangel an Molybdän lässt die Bildung von Blüten ausfallen bzw. verursacht braune Ränder an den Blättern. Die Fotosynthese und das Wachstum werden gehemmt. Auch die Fotosynthese fällt schwächer aus. Auch kann eine Molyndänmangel zu Nitratanreicherung führen. Erweichung der Pflanzen, Entwicklungsstörungen bei den Blüten und rascheres Erfrieren.

 

Zink

Ein Zinkmangel mindert die Bildung von Eiweiß merkbar herab. Weiter stört es den Phosphatstoffwechsel und begünstigt die Anreicherung von Nitrit. Ein gängiges Merkmal für einen Zinkmangel ist Zwergenwachstum. Achtung: Ein Zinküberschuss wird als Schadstoffe gezählt!

 
Magnesium

Ein Magnesiummangel lässt die Blütenblätter mickrig ausfallen. Auch hellen sich die Blätter auf. Magnesium ist ein essentieller Part bei der Bildung des Blattgrüns und weiterhin zur Bildung von Eiweiß notwendig.
 

Eisenmangel

Häufig spricht man von einer Chlorose (Eisenmangel), wenn im Spätfrühling oder Sommer die Blätter gelb färben. Eisenmangel erscheint meist auf einem kalkhaltigen oder alkalischen Boden. Die normalerweise so starken Rugosa-Rosen sind von Chlorose-Erscheinungen betroffen.

Gegenmaßnahmen:

Durch Kompost und organisches Material müssen Gebiete mit zu kalkhaltigen Böden angesäuert werden aber selbstverständlich ohne das Gebiet in ein Moorbeet für Eriken, Rhododendren usw. zu verwandeln. Nach einer gewissen Zeit werden die Mangelsymptome immer weniger und verschwinden. Nach dem verschwinden wird das Laub wieder grün. Zusätzlich hilft ein Dünger mit hohem Eisenanteil um den Boden sofort zu verbessern.

 

Frostschäden

Die zarten jungen Blüten und Triebe werden meistens von den späten Nachfrösten im Mai (Eisheiligen) geschädigt. Häufig sind die Blattränder abgestorben und die Blattflächen blasig aufgetrieben. Welk und braun erscheinen die jungen Austriebe. Zudem können durch eine späte Frostperiode die Blütenknopsen ausbleiben.

Gegenmaßnahmen:

Wichtig ist einen guten Winterschutz zu haben, damit ausreichende Reserven zum Austreiben vorhanden sind. Geeignet ist, dass man im Herbst die Triebe ungeschnitten lässt und somit die Pflanze weit oben austreiben kann. Sobald keine Fröste mehr drohen, kann man sie auf tiefe, noch ruhende Augen zurückschneiden. Die Zufuhr von Kalium und der Julidüngung sorgen für stabilere Zellwände. Durch die Stabilisierung der Zellwände gibt es mehr Widerstandskraft gegen Frost. Zudem sollte man zu viel Stickstoff vermeiden.

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